Wir stehen hinter den Pfleger*innen des UKE!

Die Intensivpflegekräfte des UKE haben der Klinikleitung ein Ultimatum gestellt. Sie fordern eine 1-zu-2-Betreuung ihrer Patientinnen und Patienten. Um dies zu erreichen, weigerten sie sich zwei Monate lang, in ihrer Freizeit einzuspringen, um Ausfälle zu kompensieren – wie es sonst üblich ist.

 

Wir unterstützen ihre Forderung! Denn: Die Arbeitsbelastung in den Kliniken ist seit langem an der Grenze des Ertragbaren. Und durch die Pandemie hat sie sich noch weiter verschärft. Immer weniger Pflegekräfte müssen immer mehr Patientinnen und Patienten betreuen. Burn-Out und massenhafter Ausstieg aus dem Beruf, der „Pflexit“, sind die Folgen. So kann es nicht weitergehen.

 

Geschäftsführung und Senat tun kaum etwas, um die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Die Politik, die immer mehr Pflegekräfte aus dem Beruf treibt, wird ungerührt fortgesetzt. Statt bestmöglicher Pflege und Gesundheitsversorgung stehen Fallpauschalen und Erlöse im Vordergrund. Dann werden Krokodilstränen geweint, dass es zu wenig Pflegekräfte gäbe. Die Wahrheit: Es gibt genug, sie sind nur vor unerträglichen Belastungen geflüchtet.

 

Wir wollen das Anliegen der Beschäftigten unterstützen! Denn es braucht endlich feste, bedarfsorientierte Personalvorgaben und eine spürbare Entlastung der Beschäftigten. Das UKE als landeseigenes Krankenhaus muss hier vorangehen. Deshalb rufen wir zur Kundgebung auf: Wir stellen öffentlich Erfahrungsberichte von Pflegekräften aus dem UKE vor und geben ihnen eine Bühne, um ihren Forderungen Gehör zu verschaffen. Dazu braucht es die Unterstützung der Hamburgerinnen und Hamburger. Machen wir uns gemeinsam stark für gute Arbeitsbedingungen in den Krankenhäusern – denn eine gute Pflege geht uns alle an!

 

Wo? Vor dem Haupteingang des UKE, Martinistraße 52.
Wann? Freitag, 4. März, zum Schichtwechsel 14:30 Uhr.

 

Hamburger Bündnis für mehr Personal im Krankenhaus und ver.di Betriebsgruppe UKE

 

Die Kundgebung wird unterstützt von:

AStA Universität Hamburg, attac Hamburg, Betriebsratsgremium des Asklepios Hamburg Pflegepools, DIE LINKE Hamburg LAG Gesundheit, DIDF Hamburg, Internationaler Jugendverein Hamburg (IJV), Interventionistische Linke Hamburg, ISO Hamburg, Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt (KDA) der Nordkirche, Migrantinnenbund Hamburg, Poliklinik Veddel, St. Pauli Selber Machen, ver.di Betriebsgruppe Asklepios Klinik Altona, verein demokratischer ärztinnen und ärzte (vdää), Wer hat der gibt

 

Schreibt uns eine Mail an info(at)pflegenotstand-hamburg.de, wenn ihr den Aufruf auch unterstützen wollt!

  • UKE-Kundgebung-4M_large