Solidarität mit den Pflegekräften! Kundgebung am UKE

Am Freitag, den 4. März, organisierten wir zum Schichtwechsel um 14.30 Uhr gemeinsam mit der ver.di Betriebsgruppe am UKE eine Kundgebung vor dem Haupteingang des landeseigenen Universitätsklinikums, zu der über 100 Menschen, Beschäftigte ebenso wie solidarische Unterstützer*innen, erschienen. Zentrale Botschaft der Kundgebung war die Solidarität mit den Protesten der Pflegekräfte an der Klinik für Intensivmedizin (KIM) des UKE, die seit August 2021 mit Brandbriefen auf ihre Unterbesetzung aufmerksam machen. Entsprechend unterstützten wir ihre Forderung nach einer festen 1-zu-2-Betreuung auf den Intensivstationen.

 

Auf der Kundgebung wurden Erfahrungsberichte sowohl von den Intensivstationen als auch solche von Normalstationen verlesen, auf denen die Situation zum Teil ebenfalls dramatisch ist. Einzelne dieser Erfahrungsberichte haben wir bereits auf unserer Homepage veröffentlicht. Deutlich wird: Die permanente Unterbesetzung führt zu einem Arbeiten am Limit, bei dem für notwendige Arbeiten oft keine Zeit bleibt - bis hin zu akut lebensgefährdenden Situationen. Laut Angaben des Senats auf eine Kleine Anfrage von Deniz Celik (LINKE) ist die Zahl der Überlastungsanzeigen am UKE stark gestiegen: 2021 wurden 161 solcher Anzeigen geschrieben, 2020 waren es nur 74. Die schlechten Arbeitsbedingungen gefährden die Gesundheit der Patient*innen, sie gefährden aber auch die Gesundheit der Pflegekräfte. Diese wissen sich oft nicht anders zu helfen als durch die Kündigung - dieser "Pflexit" verschärft die Situation dann weiter.

 

Abhilfe kann nur geschaffen werden, indem feste - und gute - Personalschlüssel eingeführt werden, die dem Bedarf vor Ort gerecht werden und gute Pflege ermöglichen. Das UKE als landeseigenes Krankenhaus kann UND MUSS hier vorangehen und feste bedarfsgerechte Personalschlüsse, etwa eine 1:2-Betreuung auf den Intensivstationen, einführen. Dafür werden die gewerkschaftlich organisierten Beschäftigten, dafür werden wir als Hamburger Bündnis für mehr Personal im Krankenhaus weiter kämpfen.

 

Presseberichte

 

Hamburger Morgenpost: Protest vor dem UKE: Pflegekräfte berichten von katastrophalen Zuständen

 

Hamburger Abendblatt: "Emotionale Erpressung": Pflegekräfte am UKE protestieren

 

NDR: Protestaktion der Intensiv-Pflegekräfte vor dem UKE

 

Eimsbütteler Nachrichten: UKE: Pflegekräfte fordern Entlastung

 

Ärzteblatt: Mehr Überlastungsanzeigen am UKE, Pflegekräfte demonstrieren

 

Taz Nord: „Kollegen wie Zombies“

 

ZEIT Online: Mehr Überlastungsanzeigen am UKE: Pflegekräfte demonstrieren

 

Hamburg1: UKE: Intensiv-Pflegekräfte schlagen Alarm

 

Hamburger Abendblatt: Pflege im Hamburger UKE: Hilferufe aus der Notaufnahme

 

Hamburger Abendblatt: Zu wenig Pflegekräfte: Doch nun wird das UKE kreativ

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