Kundgebung am Sonntag: Solidarität mit Romana!

Am Montag, den 1.2., wird der Kündigungsversuch von Asklepios an Romana Knezevic vor dem Hamburger Arbeitsgericht verhandelt. Der Gesundheits- und Krankenpflegerin und Betriebsrätin soll gekündigt werden, weil sie als Sprecherin der Hamburger Krankenhausbewegung öffentlich Kritik am Pflegenotstand geübt hat. Wir stehen hinter Romana! Kritik an den Zuständen in den Kliniken darf nicht mundtot gemacht werden!

 

Kommt deshalb am Sonntag, den 31. Januar, zur Kundgebung: Solidarität mit Romana - Hört auf die Beschäftigten! Los geht es um 12 Uhr auf dem Rathausmarkt. Der Senat ist in der Verantwortung, endlich auf die Beschäftigten in Hamburgs Krankenhäusern zuzugehen, das Gespräch mit ihnen zu suchen und wirkungsvolle Maßnahmen gegen den Pflegenotstand, den Personalmangel und die unzumutbaren Arbeitsbedingungen zu unternehmen.

 

Hier unsere Pressemitteilung vom 27. Januar:

 

„Solidarität mit Romana!“ – Protestkundgebung am Sonntag, 31. Januar, 12:00 Uhr auf dem Rathausmarkt

 

Aus Anlass des Versuches der Asklepios-Kliniken, der Pflegekraft und Betriebsrätin Romana Knezevic zu kündigen, nachdem diese über Missstände in den Krankenhäusern öffentlich berichtet hatte, veranstaltet das Hamburger Bündnis für mehr Personal im Krankenhaus am Sonntag – am Tag vor dem ersten Arbeitsgerichtstermin – eine Protestversammlung auf dem Rathausmarkt.

 

Das Bündnis stellt sich damit gemeinsam mit der Hamburger Krankenhausbewegung an die Seite von Romana Knezevic – Wir sind alle Romana!

 

Die Forderungen richten sich sowohl an den Asklepios-Konzern als auch an die Sozialbehörde, die die Aufsicht über die Krankenhäuser führen sollte:

 

  • keine Kündigung wegen kritischer Äußerungen, nicht von Romana Knezevic und auch nicht von anderen;
  • wirksame Maßnahmen gegen den von Klinikbetreibern und Gesundheitspolitikern verursachten Personalnotstand;
  • Aufstockung auch der Service- und Reinigungskräfte, um das Pflegepersonal von deren Arbeiten zu entlasten;
  • Verzicht auf elektive Eingriffe, solange die Corona-Pandemie nicht in den Griff zu kriegen ist;
  • sichere Ausstattung der Beschäftigten mit wirksamen persönlichen Schutzausrüstungen gegen Ansteckungen;
  • speziell an die Behörde: Reden Sie auch mit den Beschäftigten und nicht nur mit den Krankenhausbetreibern!

 

Ein entsprechender Appell „Hört auf die Beschäftigten!“ wird mittlerweile von 37 Organisationen, Initiativen und Bündnissen aus der Zivilgesellschaft sowie prominenten Hamburger*innen wie dem Schauspieler Rolf Becker unterstützt. Alle Unterzeichner*innen finden sich auf https://pflegenotstand-hamburg.de/hoert-auf-die-beschaeftigten.

 

Das Hamburger Bündnis für mehr Personal im Krankenhaus ruft gemeinsam mit der Krankenhausbewegung auch dazu auf, am Montag, 1. Februar um 10:45 Uhr die Verhandlung am Arbeitsgericht in der Osterbekstraße kritisch zu beobachten.

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